Die Französischschüler/innen der 7. Klassen durften am Sonntag, den 30. September 2018 vom Flughafen Schwechat um 14:30 Richtung Südfrankreich abheben. Die Nervosität unter den Teilnehmer/innen und die Zweifel, ob nun die Französischkenntnisse wohl fürs Überleben ausreichten, zerschlugen sich sofort, als die netten Gastfamilien unsere Truppe in Nizza nach einem ruhigen Flug von zirka eineinhalb Stunden in Empfang nahmen.

Unsere Unterkünfte lagen so, dass sowohl die Schule „Pierre Overall“ als auch das Stadtzentrum von Cannes zu Fuß erreichbar waren. Jeden Vormittag fanden vier Stunden Französischunterricht statt. Während dieser Zeit rauchten die Köpfe, denn die Unterrichtssprache war natürlich nur Französisch. Die beiden Lehrerinnen Aline und Lejla sorgten für viel Abwechslung und Spaß, lobten ihre „Klassen“ überschwänglich und waren mit Mitarbeit, Interesse und Motivation sehr zufrieden.
Unser Besichtigungsprogramm begann gleich am Ankunftstag mit einer abendlichen Erkundungstour durch Cannes. Auch der Montagnachmittag wurde der Filmstadt gewidmet und die Gruppe durfte hier zum ersten Mal das schon etwas kühle Mittelmeer genießen. An diesem Abend gab es einen kurzen Regenguss, doch die restlichen Tage bescherten uns einen makellosen, azurblauen Himmel. Ausflüge in das Bergdorf Èze, nach Monaco, Nizza und auf die Insel Sainte Marguerite rundeten das Besichtigungsprogramm ab.
Unseren letzten Abend verbrachten wir gemeinsam in einem typisch französischen Restaurant, wo die Experimentierfreudigen unter uns „escargots“ (Schnecken), „soupe à l‘oignon“ (Zwiebelsuppe), frittierte Sardinen oder „moules“ (Miesmuscheln) verkosten konnten. Als Dessert gab es für alle die berühmte „crème brûlée“.
Meine Kollegin Frau Prof. Stachl-Wöhrer und ich waren sehr begeistert von dieser netten Gruppe, ihrer Aufgeschlossenheit und ihrem Interesse an Land und Leuten. Es wurde sogar Kaiserschmarren für die Gastfamilie gekocht. Gefreut hat uns auch die Initiative einiger Schüler, zum Sonnenaufgang noch vor dem Frühstück einen Aussichtsberg in Cannes zu erklimmen.
Nach einer knappen Woche schließlich hieß es leider wieder Abschied nehmen. Um einige Erfahrungen, französische Wörter und Eindrücke reicher starteten wir am 5. Oktober Richtung Wien und betraten pünktlich um halb drei heimatlichen Boden.

Mag. Ulrike Welte-Goisser

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